Raspberry als Bridge zwischen zwei Netzen konfigurieren

Um einen Raspberry PI in eine Brücke (Bridge) zwischen zwei Netzen einzusetzen, muß folgendes bereits erfüllt sein:

  1. [intlink id=“197″ type=“post“]Der Raspberry PI muß mit dem Betriebssystem Raspbian ausgestattet sein[/intlink]
  2. [intlink id=“225″ type=“post“]Ein WLAN muß in ein lokales WLAN für den Internetzugang eingebunden sein[/intlink]
  3. [intlink id=“239″ type=“post“]Das LAN muß im lokalen Netz funktionieren und der Raspberry PI muß mit einer statischen IP-Adresse versehen sein[/intlink]

Das weiter vorgehen erfordert zuerst die Installation der notwendigen Pakete für das Einrichten der Bridge. Dies geschieht mit dem nachfolgenden Kommando.

#Installation der Bridge-Utils
sudo apt-get install bridge-utils

Diese sind die Voraussetzung, dass die nachfolgende Konfiguration in /etc/network/interfaces auch wirklich funktioniert. Die Konfiguration ist hier einmal komplett wiedergegebene, also auch mit den Angaben zu den notwenigen Interfaces (eth0 und wlan0)

auto lo
iface lo inet loopback

iface eth0 inet static
        address 192.168.3.2
        netmask 255 what is sildenafil citrate.255.255.0
        network 192.168.3.0
        broadcast 192.168.3.255

auto wlan0
iface wlan0 inet dhcp
wpa-ap-scan 1
wpa-scan-ssid 1
wpa-ssid "My SSID"
wpa-psk 123456789012345678901234567890123456789012345678901234567890

#Netwerkbrücke
auto br0
iface br0 inet dhcp
        bridge_ports eth0 wlan0
        bridge_fd 5
        bridge_stp no

Der Fokus in diesem Beitrag liegt auf der Bridge Konfiguration. Diese sollte dabei so einfach wie möglich gestaltet sein.

Mit dem Befehl „auto br0“ wird das Interface auf Autostart gesetzt, es wird also beim Starten des PI automatisch hochgefahren. Die Definition der Schnittstelle (iface) definiert es als IPv4 Netzwerk (inet) und läßt eine Vergabe der IP-Adresse per DHCP zu. Dies funktioniert, wenn ein DHCP Server im Netz ist, was in diesem Szenario durch den DSL Router mit WLAN gegeben ist. Mit dem Befehl bridge_ports wird angegeben welche Ports hier „überbrückt“ werden. Die Brücke wird zwischen dem LAN Port (eth0) und dem WLAN Port (wlan0) geschlagen. Mit bridge_fd wird der Timeout von 15 Sekunden auf 5 Sekunden gesenkt. Dieser Befehl könnte ohne weiteres entfallen. Zuletzt gibt es noch den Befehl bridge_stp dieser stellt in komplexen Netzwerken sicher, dass keine Zirkelschlüsse entstehen. Da dies in einem einfachen Konstrukt wie diesem nicht stattfinden kann wird es mit „no“ abgestellt.

Damit ist das Szenario hergestellt in dem die Geräte aus einem lokalen Netzwerk, das über den Raspberry PI mit einem WLAN verbunden ist, über den WLAN Router ihre IP-Adressen beziehen.

Lan Netzwerk mit WLAN im Internet

Jetzt muß Mama nur noch Ihren Netzwerkdrucker über die USP-Ports des Raspberry PI anschliessen und als Netzwerkdrucker freigeben, dann ist das LAN fertig.

 

2 Gedanken zu „Raspberry als Bridge zwischen zwei Netzen konfigurieren“

  1. Sorry, aber klappt bei mir nicht…. 🙁
    Konfiguration: RASPI3, aktuelles Raspian, bootet auf desktop.

    Im /etc/network/interfaces hab ich keine Einträge, die auch nur im entferntesten den oben beschriebenen Einträgen ähnlich sehen.
    Wenn ich dann den Abschnitt mit der Konfiguration für die Bridge eingebe (br0 ….), dann erkennt Raspi das WLAN0 nicht mehr…

    Gibt’s irgendwo anders eine Möglichkeit eine Bridge einzurichten?

    beste Grüße
    Hajo

    1. Hallo Hajo,

      ich vermute, dass es daran liegt, dass diese Lösung für einen RASPI2 vor ca. 4 Jahren gut funktioniert hat, dass sich aber doch ein bisschen was getan hat. 🙂
      Leider bin ich nicht dazugekommen, den Beitrag zu aktualisieren, denn die Lösung lief bei mir ca. 2 Jahre und dann habe ich „was ganz anderes gemacht“. Ich drück dir in jedem Fall die Daumen, dass du eine Lösung findest und wenn du die hier im Kommentar hinterläßt, ergänze ich den Artikel damit.

      Grüße
      Uli

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