Raspberry PI LAN einrichten

Raspberry PI Logoeigentlich muß ich bei einem Raspberry PI mit Raspbian kein LAN einrichten. Denn initial ist das Lan Netzwerk, also das Netzwerk, das über den Netzwerkstecker genutzt wird so eingerichtet, dass es sich von einem DHCP Server eine IP-Adresse bezieht und dann funktioniert. In der notwendigen Konfiguration unter /etc/network/interfaces findet Mama bei einem frisch installierten Raspbian die Zeile

iface eth0 inet dhcp

was dem Betriebssystem sagt, dass das Netzwerk mit dem Namen „eth0“ per DHCP angesprochen wird. Der Begriff „inet“ steht für das TCP/IPv4 Protokoll. In der nächsten Tabelle finden sich die möglichen weiteren Optionen für diese Einstellung. Da wir hier ein lokales Netzwerk konfigurieren sollte ein IPv4 Netz ausreichen.

Protokoll
Netzwerkprotokoll Beschreibung
inet IPv4 (Standard)
inet6 IPv6
ipx IPX/SPX

 

Um den Raspberry PI als Server einzusetzen, der z.B. auch als DHCP Server auftritt, ist es notwendig die Schnittstelle fest vorzudefinieren. In diesem Fall sieht die Konfiguration etwwas ausführlicher aus.

# LAN konfigurieren mit statischer IP
iface eth0 inet static
address 192.168.3.2
netmask 255.255.255.0
broadcast 192.168.3.255
gateway 192.168.3.2
dns-nameservers 192.168.3.2

Das Interface wird hier mit dem Begriff „static“ so definiert, dass eine feste IP-Adresse vergeben ist. Diese wird dann mit dem Befehl „address“ festgelegt. Zusätzlich zur Adresse braucht das Interface eine Netzwerkmaske. Diese definiert, mit welchen Computern der Raspberry PI kommunizieren darf. Bei der angegebenen Maske sind es alle Computer im selben Netzsegment als die mit den IP-Adressen 192.168.3.0 bis 192.168.3.254. Der „broadcast“ Befehl definiert eine Adresse, über die allgemeine Nachrichten ins lokale Netz gegeben werden. Hierüber erhält ein Rechner z.B. Auskunft über die im Netz verfügbaren Rechner.

Lan Netzwerk mit PI

Ein „gateway“ schafft den Übergang von einem Netzwerk ins nächste. Hier wurde der Raspberry PI als Gateway definiert. Zuletzt wird noch ein „dns-nameserver“ angegeben. Dieser wird auch als der PI definiert.

Wenn auf diesem Raspberry PI jetzt ein DHCP-Server in Betrieb genommen wird, dann kann er als eigenständiger Server im lokalen Netz den Bertieb übernehmen. Wenn wir zusätzlich einen DNS-Server in Betrieb nehmen, dann kann der PI auch sprechende Netzwerknamen verwalten.

Unser Ziel ist es aber eine Brücke (Bridge) zwischen einem[intlink id=“185″ type=“post“] WLAN mit Router[/intlink] zu schlagen, der den Zugang ins Internet stellt. Dieser ist bereits in der Lage IP-Adressen zu vergeben und mit DNS Namesauflösung umzugehen.

 

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